Historie

Die über 100 Jahre alte Güterhalle diente viele Jahre als Umschlagplatz für Güter, wodurch die Entwicklung des ländlichen Raums vorangetrieben wurde. Erbaut wurde sie nach dem Bahnhof (1892) und vor dem Anschluss der Bachgaubahn (1912).

Denn in Höchst trafen sich einst zwei Bahnlinien: die Odenwald- und die Bachgaubahn (also die Bayerische Staatsbahn mit der Verbindung nach Aschaffenburg).

Nachdem der Güterverkehr eingestellt worden war, hatte eine Schreinerei hier ihren Sitz. Dann sollte das Bahnhofsgelände umgestaltet und im Zuge dessen die Güterhalle abgerissen werden, obwohl sie unter Denkmalschutz steht. Doch eine engagierte Bürgerinitiative bewahrte das historische Gebäude vor dem Abriss. Drei Privatleute aus der Bürgerinitiative erwarben die Güterhalle und bauten sie aufwändig um – so originalgetreu und ökologisch wie möglich. Seit Dezember 2017 vervollständigt ein Güterwagen aus den 1960er Jahren das Ensemble. Er wurde in einer spektakulären nächtlichen Aktion gebracht und per Schwerlastkran aufs Gleis gesetzt.

Die Güterhalle wurde am 5. Mai 2018 mit einem großen Fest eröffnet. Sie kann für Familienfeiern, Firmenworkshops oder andere Gelegenheiten gemietet werden. Etwa einmal im Monat gibt es außerdem wechselnde kulturelle Veranstaltungen.