Theater-Solo Schinderhannes

Schauspieler Christian Klischat (u.a. Staatstheater Wiesbaden, Nationaltheater Weimar) rekonstruiert das Leben des berühmten Räuberhauptmannes Schinderhannes aus der Sicht seines Henkers. Zu sehen am Donnerstag, 5. März, 19.30 Uhr, in der Güterhalle. Der Kartenvorverkauf läuft.

Einlass ist ab 18.30 Uhr.  Karten kosten im Vorverkauf zwölf, ermäßigt zehn Euro, an der Abendkasse 13 bzw. 11 Euro.  Sie sind erhältlich in der Buchhandlung Zum Roten Hering, Erbacher Straße 42, Höchst, 06163/9399365, Buchhandlung Schindelhauer, Bahnhofstraße 13, Michelstadt, 06061/2566, Umstädter Bücherkiste, Curtigasse 3, Groß-Umstadt, 06078/71476, und an der Abendkasse. Die Ermäßigungen gelten für Schüler*innen und Studierende, Inhaber*innen der Ehrenamtscard des Odenwaldkreises und Schwerbehinderte. Die Veranstaltung wird unterstützt von Treffpunkt Thierolf.

Zum Inhalt:
Der, den wir da auf fast leerer Bühne sehen, hat eine Verabredung, die er nicht versäumen will. Eine Verabredung mit dem schönen Hannes, der als „Schinderhannes“ einer der berühmtesten Räuber der deutschen Geschichte wurde. Wer war der Mann, der nach dem Motto „Live fast – die young“ (lebe schnell, sterbe jung) zu leben schien, der mit dem Diebstahl von Hammeln und Pferden begann, in brutaler Weise Straßenraub beging und bewohnte Häuser plünderte, Menschen erpresste und ihnen Schutzgeldzahlungen abverlangte, und der sich nicht scheute, Mord und Totschlag zu begehen? 

Der, den wir da auf fast leerer Bühne sehen, will wissen, auf wen er trifft an diesem 21. November 1803 gegen ein Uhr am Nachmittag vor den Toren der Stadt Mainz: dem Tag der Hinrichtung des schönen Hannes im Kreise von 19 seiner Spießgesellen. Und so erinnert sich dieser Mann an viele Zeugen, die im Prozess – oder in seiner Fantasie – höchst gegenteilige Dinge zum Delinquenten zu sagen hatten: an die Mutter und die Geliebte, an den auf den Tod zugerichteten Kaufmann, an den Leibkameraden, an den öffentlichen Ankläger, den irre gewordenen Pfarrer, den Metzger voller Bewunderung, an den bettelarmen Jugendfreund oder einen stiernackigen Hehler. Die Aussagen puzzeln sich am Ende, frei von folkloristischer Legendenbildung, nicht nur zum Bild einer bewegten Kriegszeit zusammen, sondern lassen auch das Exemplarische eines Lebensweges ahnen zwischen krimineller Energie und der Gunst der Stunde.

Christian Klischat hat auf den großen Bühnen gestanden zwischen Potsdam und Weimar,  Wien und Zürich.  Aktuell ist er am Staatstheater Wiesbaden engagiert, zuvor gehörte er zum Ensemble des Staatstheaters Darmstadt. Und er hat sich mit seinen Ein-Mann-Stücken einen Namen gemacht. Das ist Schauspiel pur: ein Stuhl, ein Tisch, ein paar Requisiten, ein starker Stoff und ein Schauspieler, der diesen auszufüllen vermag. Buch und Regie: Götz Brandt.

Das sagt die Presse:

„Ein reizvoller Stoff für einen herausragenden Klischat. (…) Die 90 Minuten gehen unter die Haut, dank des begnadeten Schauspielers. Eine geniale, perspektivisch reiche Mischung aus brennender Mitleidenschaft und differenzierender Ernüchterung.“ Weilburger Tageblatt

„Christian Klischat ist der ideale Mann für ein forderndes Monodrama wie dieses ebenso sorgfältig wie geschickt verfasste, dramatisch offene Feuerwerk retrospektiver Reden aus der Feder Götz Brandts.“     Fränkischer Anzeiger

„Furioses Bühnensolo.“ – „Gewaltige Bühnenpräsenz.“      Die Rheinpfalz

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